
S P Ä T L E S E
Eine Reise zwischen Licht, Landschaft, Menschen & Wein.
Vier Tage. Acht Weingüter im hessischen Rheingau.
Vom 14. bis 17. Mai 2026 durfte ich eintauchen in eine Welt, die weit über Wein hinausgeht.
Während der Reportage führten wir intensive Gespräche und Interviews, wo schnell klar wurde, dass es um weit mehr geht als um deutschen Spitzenwein.
Es ging um Herkunft, Krisen, Generationen und deren Haltung, Biodiversität, Demeter-zertifizierten Weinanbau und um Handarbeit, Verantwortung und den Versuch, Landschaft nicht auszubeuten, sondern mit ihr zu leben und schlussendlich die Frage, wie viel Charakter ein Boden und ein Wein tragen kann.
Während ich gefilmt und fotografiert habe, wurde mir wieder klar, dass das genau das meine Art zu arbeiten ist. Nicht oberflächlich, nicht schnell konsumierbar. Sondern nah dran – beobachtend, dokumentarisch und emotional.
Mich interessiert nicht vermarktbarer Content, sondern Menschen. Deren Atmosphäre und Strukturen und Geschichten.
Musik, Fotografie und Film sind für mich keine getrennten Welten, waren es nie. Reportagen und Geschichten sind für mich audiovisuelle Autorenarbeit, quasi ein Versuch, das sichtbar zu machen, was zwischen den Worten passiert.
Dieses Wochenende hat mich wieder daran erinnert, warum ich das alles mache – und dass ich genau so arbeiten möchte. Mit Nähe, Tiefe, Haltung & meinem geliebten Kamerarig.
Und während ich nach dem letzten Drehtermin, nur ein paar Stunden vor der Heimfahrt nach Berlin am Rhein hockte, um ein paar letzte Aufnahmen zu machen, war mir klar: ich bin angekommen. Bei meiner Arbeit. Bei meinem Stil. Und mir selbst.
Jetzt beginnt die eigentliche Auslese – das Sichten und Produzieren – quasi meine ganz eigene Spätlese dieser wunderbaren Reise.
Willkommen in meiner Welt. Willkommen bei SEArts.



